Die folgenden Aufriss der Berliner
Sprachgeschichte hat die Funktion die wichtigen Phasen in der berlinischen
Sprachentwickelung zu geben. Ob der Berliner Raum ursprünglich
von den Germanen oder Slawen besiedelt worden ist, sei unbewusst.
Die Tatsache ist, dass die Siedlungen Coelln und Berlin zweier wendischer
Volksgruppen, der Heveller und Spreewanen entstand. Die Gründung
der Städte ist eng mit der Kolonisation des Berliner Raums verbunden.
Coelln wird 1237 und Berlin 1244 erstmals urkundlich erwähnt.
Hinzu kommen Siedler aus dem mitteldeutschen Raum, aus dem reinfränkischen,
und ostmitteldeutschen Gebiet (Niederländer, Westfalen, und Friesen).
Die neu Ausländer in Berlin und Coelln haben die Sprache dort zuerst
beeinflusst.
Im 14. Jahrhundert hat Berlin seine Vormachtstellung
als Handelsstadt ausgebaut und wird Mitglied der Hanse. Diese neue
Orientierung führt zu einer Konsolidierung der niederdeutschen Sprachbasis
auf Grund des hohen Prestigewerts der 'Hansesprache'. Der Wechsel
vom Niederdeutschen zum Hochdeutschen beginnt in den fürstliche Kanzleien,
aber in dem Stadtkanzleien wird noch bis Anfang des 16. Jahrhundert niederdeutsch
geschrieben. Während der Zeit der Mehrzahl sprachen immer noch
rein niederdeutsch.
Im 16/17 Jahrhundert verbundenen sprachlich
Berlin mit Leipzig, Dresden und Meißen. Viele niederdeutsche
Eigenheiten werden für obersächsische Formen abgelegt.
Schon in 1504 wird in Berlin die hochdeutsche Sprachschrift eingeführt.
Schneller und Früher als irgendwo sonst in niederdeutschem Gebiet
wird Hochdeutsch in Berlin breit akzeptiert. In dem Prozess des Niederdeutschen
durch das Ostmitteldeutschen ist die Geburt des heutigen Berlinisch.
Berlinisch bezieht ursprünglich nicht aus ökonomische, kulturellem
Gewicht, sondern aus der Wirkung Luthers und des Protestantismus.
In Briefwechsel von Hohenzollernprinzessin Elizabeth und Albrecht von Preußen
sieht man, dass die schriftsprachlicht Varietät Elizabeths eine Mischung
aus mittelniederdeutschen, mitteldeutschen, und berlinischen Elementen
ist. Die phonologische Hauptmerkmale des berlinischen werden auf
lexikalische Paradigmen beschränkt. Als die hochdeutsche Form
'machen' durchgesetzt hat, stehen 'ich' und 'ick' oder 'Apfel' und 'Appel'
nebeneinander. Im 16./17. Jahrhundert sinkt das reine Niederdeutsch
zum Dialekt der Untersichten ab, weil das Berlinische in der bürgerlichen
Obersicht sich zur Alltagssprache ausweitet.
Erst ende des 18. Jahrhundert beginnt die rückläufige
Entwickelung des Berlinischen. Gleichzeitig wird die Untersicht,
die das Niederdeutsch am längsten bewahrt hatte, zum hauptträger
des Berlinischen. 1871 wird Berlin unter dem preußischen Adler
Reichshauptstadt und Residenz des deutschen Kaisers. Die Masse der
Bevölkerungszunahme von 800.000 im Jahr 1871 auf fast 2 Millionen
um 1900 stellt das städtische Proletariat. Das Berlinische wird
zum 'jargon' der Arbeiter und Sprache der Mehrzahl von der Völker.
Die Teilung der Stadt vom 6.6. 1961 trennte die persönliche
Kommunikation von Menschen und funktioniert, als sprachlicher Filter.
Die mauer hat Berlinisch weiter zerstört. Heute ist Berlin wieder
ganze und Hauptstadt Deutschlands. Berlinisch ist noch im Alltagsleben
gebraucht aber nicht wie im 16. und 17. jahrhundert. Mit Rechtschreibreform
wird Mundarten erniedrigt und weniger gebraucht. Es sieht jetzt,
als ob Berlinisch geht so wie niederdeutsch, und wird bei einem neuen Art
von Sprache abgesetzt.